Do
04
Jul2019

von 18:00

Seminarzentrum der ÖAP (3. Stock, Raum 1)
Dietrichgasse 25, 1030 Wien

 

Die österreichische gesetzliche Situation trennt die Klinische Psychologie von der Psychotherapie. Das bevorstehende "Psychotherapiegesetz neu" vergrößert durch eine akademische Ausbildung in "Psychotherapiewissenschaft" diese Kluft noch weiter. Will die Klinische Psychologie nicht ausschließlich Diagnostik- und Beratungs-Psychologie sein und als solche wahrgenommen werden, muss sie das Instrument der Behandlung einsetzen.

Die Psychologie besitzt mit dem Konzept der "Klinisch-psychologischen Behandlung" eine sehr potente Möglichkeit sich jenseits der Psychotherapie zu einer sehr effektiven und wirksamen Behandlungsprofession zu entwickeln, die frei von ideologischen Zwängen selbständig und selbstbestimmt Angebote zur Behandlung einer sehr umfangreichen Anzahl an psychischen, psychosomatischen und organischen Störungen und Erkrankungen machen kann.

Ausgehend von dieser Idee skizziert der Vortrag, was klinisch-psychologische Behandlung ist, welcher theoretischer Grundmodelle sie sich bedienen kann und welche Therapietheorie ihr eigen ist. Auch werden aus der Praxis einzelne Fallbeispiele skizziert.

Abschließend werden drei Bedingungen einer erfolgreichen Aneignung der Behandlungskompetenz durch Klinische Psycholog*innen skizziert:

  1. Wege zur Inbesitznahme der Behandlungskompetenz und Weiterentwicklung von Behandlungsidentität
  2. das Konzept, die Methode, die Lehre und die notwendige Verbreitung
  3. der aktive Einsatz der Berufsverbände zur gänzlichen Aufnahme der klinisch-psychologischen Behandlung in den Leistungskatalog der Sozialversicherer


Referent:
Univ.-Prof. Dr. Anton-Rupert Laireiter

 

Die Anmeldung ist bis zum 01.07.2019 auf der Webseite des BÖP möglich.

Achtung: diese Veranstaltung ist nur für PLAST-/ BÖP-Mitglieder gedacht!

 

 

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